skip to Main Content
erasmus

Erasmus+ und GloMUN in Berlin 2015

Direkt nach den Weihnachtsferien starteten acht Schülerinnen und Schüler des Fördegymnasiums in das neue Jahr auf eine andere Art und Weise als ihre Mitschüler – es ging auf eine Projektfahrt nach Berlin mit gleich doppelter Ausrichtung:
Vier Schülerinnen aus dem 13. Jahrgang nahmen an der GloMUN (Global Model United Nations – einer mehrtätiger Simulation der Vereinten Nationen) teil und vertraten authentisch und engagiert die Länder Senegal bzw. das Vereinigte Königreich, während vier weitere Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Teilnehmern unserer deutschen europäischen Partnerschulen das Erasmus+ Projekt „SEE – Skilled European Entrepreneurs“ (etwa: qualifizierte Unternehmer Europas) weiter voranbrachten.

Anfang des Jahres fuhren acht Schülerinnen und Schüler zusammen mit Herrn Grigo und Herrn Mechau nach Berlin. Am 7. Januar setzten wir uns in den Zug und wurden nach ca. vier Stunden Fahrt am Abend am Berliner Hauptbahnhof von den unseren zugeordneten Gastfamilien abgeholt und verbrachten den ersten Abend bei ihnen.

Am nächsten Tag ging es für die MUN-Teilnehmer dann richtig los! Alle trafen sich am Morgen des 8. Januar am Bertha-von-Suttner-Gymnasium. Das Ziel, welches mit der GloMUN verfolgt wird, besteht darin eine UN-Sitzung zu simulieren. Auf der Konferenz legten die zweihundert Teilnehmer zum Thema der Simulation („Humanitarian Affairs and Humand Rights – in how far can the UN improve the situation of refugees?“) wirklich spannende Lösungsvorschläge vor, um die Situation von Flüchtlingen zu verbessern. All dies fand wie bei den Vereinten Nationen ausschließlich in englischer Sprache und mit festen Verhaltensregeln und einem dress code statt, sodass fast alle Schülerinnen und Schüler täglich ordentlich und in formeller Garderobe aufkreuzten. Abgesehen von den deutschen Schülerinnen und Schülern aus Berlin und Flensburg, kam die Hälfte der Delegierten aus dem europäischen Ausland (u.a. England, Spanien, Italien, Holland, Polen).

Die Erasmus-Teilnehmer wohnten am ersten Tag der MUN-Eröffnungszeremonie bei und fuhren anschließend in die Stadt oder zu ihren Gastfamilien nach Hause. Für die MUN-Teilnehmer gab es jeden Tag um 12 Uhr in der Schule Mittagessen, danach mussten sie wieder drei Stunden lang der Konferenz und ihren zahlreichen heißen Diskussionen beiwohnen.

Während einige unser Flensburger Schülerinnen die Delegierten die GloMUN simulierten, nahmen am Freitag und Samstag den 9. und 10. Januar, die Erasmus-Teilnehmer an einem Workshop zum Unternehmertum teil, dem nifty NFTE (Network for Teaching Entrepreneurship) Programm, bei dem man soziale und kaufmännische Spiele und Experimente durchführte und auch Ideen für ein mögliches Unternehmen vorstellte. Auch die Lehrer hatten ihren Spaß am NFTE Programm; wer sich zum Beispiel darüber aufregt, alle Jahre wieder den Weihnachtsbaum abschmücken zu müssen, für den könnte Herr Mechau mit seiner pfiffigen Unternehmensidee der richtige Ansprechpartner sein.

Neben Workshops und Vorträgen hatten wir auch Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung und wir besuchten wir am Freitagabend das Shopping Center Alexa am Alexanderplatz und Samstagabend fand eine Party in der Aula des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums statt, welcher sogar die Berliner Polizei beiwohnte.

Mit dem Abschluss der GloMUN endete am Sonntag das Berlin-Abenteuer für die MUN Teilnehmer, welche völlig erschöpft vor lauter Konferenzen, aber auch voll neuer Erfahrung, mit Herrn Mechau nach Flensburg zurückkehrten, während die Erasmus-Teilnehmer in den folgenden Tagen sowohl ihre unternehmerischen Fähigkeiten weiter ausbauten, aber auch Berlin besichtigen konnten. So besuchten wir am Sonntagvormittag die Berliner Unterwelten. Der Spaziergang durch die Bunker und engen Schächte im Untergrund Berlins war für uns ein Erlebnis der besonderen Art. Anschließend besichtigten wir die Kuppel des Reichstaggebäudes und das mit Audio-Guides! Danach konnten wir in unserer Freizeit noch einen Abstecher zur Berliner Mauer oder in eines der zahlreichen Berliner Museen machen.

Der Montag war dann für die Erasmus-Teilnehmer ein langer, aber spannender Tag. Die Gründer zahlreicher Unternehmen – wie zum Beispiel Fritz-Kola oder Eventtation – hielten Vorträge und stellten sich den Fragen jeder Art von uns. Diejenigen Schüler, die am Morgen noch müde waren, wurden durch die Gratisgetränke Fritz-Kola, Fritz-Limo und MischMasch schnell wach. Anschließend stellten alle Partnerschulen sich gegenseitig ihre selbstgedrehten Kurzfilme zu lokalen Unternehmen sowie die Entwürfe für das Logo unseres SEE-Projekt. Damit haben wir einen weiteren erfolgreichen Schritt in Richtung Unternehmerdasein gemacht und am Dienstag verabschiedeten wir uns alle mit vielen schönen Eindrücken Berlins und großer Motivation, bis zum nächsten Projekttreffen auf Sizilien im März, weiter an einer Unternehmensidee zu arbeiten.

Leon Babon, 9F

 

 

Back To Top